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    Die Aussage, dass bei Hybridfahrzeugen im Kurzstreckenbetrieb der Verbrennungsmotor nicht richtig warm wird und dadurch bestimmte Nachteile entstehen können, ist im Kern technisch nachvollziehbar – allerdings zu pauschal formuliert und bedarf einer differenzierten Betrachtung.


    Tatsächlich läuft der Verbrennungsmotor bei Vollhybriden im Stadtverkehr oder auf Kurzstrecken oft nur kurz oder gar nicht, da der elektrische Antrieb viele Fahrsituationen alleine bewältigt. Wird der Verbrenner dabei nicht auf seine optimale Betriebstemperatur gebracht, können sogenannte Kondensationsverluste auftreten: Unverbrannter Kraftstoff und Wasserdampf kondensieren an den noch kalten Zylinderwänden. In geringem Umfang können diese Rückstände ins Motoröl gelangen, was auf lange Sicht die Schmierfähigkeit des Öls beeinträchtigen könnte.


    Allerdings sind moderne Hybridfahrzeuge technisch genau auf diese wechselnden Betriebsbedingungen ausgelegt. Sie verfügen über Thermomanagementsysteme und eine Motorsteuerung, die den Verbrenner nicht nur zum Vortrieb, sondern auch gezielt zur Bauteilpflege, Katalysatorerwärmung oder Schmierölpflege einsetzen. Zudem kommen spezielle Motoröle zum Einsatz, die solche Mischbedingungen berücksichtigen. Auch der Ölwechselintervall ist entsprechend angepasst.


    Wird das Fahrzeug also nicht ausschließlich für sehr kurze Fahrten genutzt – sondern gelegentlich auch auf längeren Strecken, bei denen der Motor vollständig durchgewärmt wird – stellt die beschriebene Problematik im normalen Alltagseinsatz in der Regel kein Risiko dar. Wer jedoch tatsächlich nur extrem kurze Strecken fährt und dabei kaum noch thermische Durchwärmung des Motors erreicht, sollte dies im Wartungsrhythmus berücksichtigen, z. B. durch häufigeren Ölwechsel.

    Ja, mich wundert, dass Du (wie Du schreibst) bei Peugeot warst? Warum warst Du denn nicht bei Renault?