Hallo,
ich hoffe, jemand kann mir wenigstens ein bisschen helfen und hat das gleiche bzw. ähnliche Problem:
Leider kommt jetzt etwas mehr Text ![]()
Ich habe einen Austral FH200, Baujahr 2022 geleast, jetzt seit drei Jahren, ein Jahr muss ich leider noch.
Bereits letztes Jahr Ende März konnte ich ihn nicht mehr starten mit der Meldung "Störung Elektromotor".
Nach dem Einschleppen wurde festgestellt, dass der Kabelstrang 7A17 defekt sei.
Beim Abholen nach der Reparatur habe ich nachgefragt, warum dieser Kabelstrang denn defekt sei. Daraufhin wurde mir erklärt, dass ein Zulieferer für Renault die Kabelstränge im Kabelbaum zu eng verlegt hätte und es deshalb zu Scheuerstellen kommen würde, es handelt sich also um einen Herstellerfehler. Derzeit hätten mehrere Modelle das selbe Problem und würden reihenweise eingeschleppt. Ich brauchte die Rechnung für diese Reparatur dann nicht bezahlen.
Ein halbes Jahr später lag dann doch die Rechnung im Postkasten. Auf meine Monierung wusste natürlich keiner mehr etwas von einem Herstellerfehler, dies wäre bei Renault nicht bekannt und die Mitarbeiter dürften solche Aussagen auch nicht tätigen. Ich habe dann notgedrungen gezahlt.
Im Juli 2026 kam es auf der Autobahn zu einem kurzen Ruckeln, daraufhin ging der Wagen in den Notlauf. Es wurde der Fehler "Einspritzung prüfen" angezeigt. Wir sind dann kurz an eine Raststätte gefahren und haben den Wagen einmal ausgeschaltet und dann wieder angeschaltet. Die Meldung war dann zunächst weg, aber der Wagen nahm kein Gas an. Wir konnten nur 85 km/h fahren und der Elektromotor wurde nicht geladen. Wir sind dann über Land nach Hause gefahren.
Anschließend wechselte sich die Fehlermeldung "Einspritzung prüfen" mit "Abgassystem prüfen" ab, zudem ging der Tempomat auch nicht mehr.
Der Wagen stand dann erst einmal zwei Wochen in der Renault-Werkstatt. Angeblich kam beim Auslesen nur die Meldung "Kraftstoffsystem prüfen". Es wurde eine technische Anfrage an Renault gestellt. Abschließend wurde ein Pin am Hochdruckmotor gewechselt und ein Sotwareupdate für die Einspritzanlage eingespielt. Da ich keinen Reparaturauftrag erteilt hatte, brauchte ich hier nur das Fehlerauslagen zahlen.
Das Ganze ging dann zweieinhalb Wochen gut, dann tauchte der Fehler wieder auf, genau so wie beim letzten Mal: "Einspritzung prüfen", "Abgassystem prüfen", Notlauf.
Jetzt steht der Wagen seit dem 25.08.2026 in der Werkstatt. Ich habe einen Kostenvoranschlag über 1.900,00 € bekommen. Jetzt ist der Kabelstrang 5K88 defekt.
Ich habe eine Mail geschrieben und darum gebeten, mir einmal darzulegen, warum der Kabelstrang 7A17 letztes Jahr defekt war, warum der aktuelle Kabelstrang defekt ist und ob die beiden Kabelstränge den selben Verlauf im Kabelbaum haben oder nicht. Dass es sich um verschiedene Stränge mit verschiedenen Aufgaben handelt ist mir klar. Zudem habe ich darum gebeten, mir doch mal die Fehlerprotokolle vom letzten Jahr, aus Juli und den aktuellen zukommen zu lassen, diese habe ich schließlich auch bezahlt. Dann habe ich noch nachgefragt, welche ACTIS-Lösung im System hinterlegt ist sowie darum gebeten, mir das Altteil auszuhändigen.
Die Reparatur habe ich freigegeben, jedoch unter Vorbehalt der rechtlichen Prüfung sowie Einschaltung der Kfz-Schiedsstelle.
Meine Forderungen wurden zunächst insgesamt abgelehnt. Ich darf die Reparatur gemäß Kostenvoranschlag durchführen lassen, aber das wars. Es steht mir frei, nach Reparatur die Kfz-Schiedsstelle aufzusuchen, der Obermeister wurde dabei namentlich genannt.
Nachdem ich die Reparatur freigegeben habe, hat man mir bestätigt, dass mir das Altteil ausgehändigt wird.
Mir kommt das Ganze insgesamt kurios vor. Ich bekomme von Anfang an keine Fehlerprotokolle, ich bekomme nichts für die Dokumentation. Infos bekomme ich nur auf Nachfrage, von sich aus erzählt keiner was.
Wir haben bei Übernahme kein Protokoll bekommen, gesehen, geschweige denn unterschrieben. Dass so ein Protokoll erstellt wird, haben wir erst im Nachhinein erfahren, wir sind Leasingneulinge.
Der Wagen war ein Vorführwagen und wurde neun Monate lang vom Filialleiter gefahren. Direkt nach Übernahme ging schon der Tempomat nicht. Da waren wir auch schon öfter mal bei Renault, bis die es endlich hinbekommen haben, die Software aufzuspielen.
Ich habe nach Abholung des Fahrzeugs sowieso vor, mir einmal anwaltlichen Rat einzuholen, auch was evtl. die Leasingbank oder Renault Deutschland betrifft. Ich befürchte halt, dass es sich tatsächlich um einen Herstellerfehler handelt und nächstes jahr dann der nächste Kabelstrang durchgescheuert ist. Der Wagen ist noch kein vier Jahre alt und ich habe mit ihm mehr Ärger als mit meinen alten Rostlauben, die ich vorher gefahren bin.
Aber kann ja sein, dass hier einer ist, der mir noch irgendwelche Infos dazu geben kann oder weiß, ob tatsächlich so ein Herstellerfehler existiert. Man findet nicht so richtig was im Internet und Renault wird mir das ganz sicher niciht bestätigen.
Vielen Dank